Monatstipp Dezember 2011
Orangen
Orangen sind reich an Carotin sowie B und C Vitaminen. Orangenschalen enthalten Pektine, Vitamin E und das in Venenmitteln und Virushemmern enthaltene Hesperidin.
Da das Fruchtfleisch Bioflavonoide enthält, die das Vitamin C vor Oxidation schützt, ist es gesünder, die Orangen frisch und samt Fruchtfleisch zu verzehren. Orangen stärken die Abwehrkräfte, was gerade in der kalten Jahreszeit sehr wichtig ist.
Der Nährwert der Orange beträgt 179kJ/100g (42kcal/100g). Geschätzt wird die Zitrusfrucht vor allem auf Grund ihres Vitamin-C-Gehaltes (40-65mg/100g).
Orangen sind Zitrusfrüchte. Sie stammen aus China oder Südostasien und
entstanden dort aus einer Kreuzung zwischen Mandarine und Pampelmuse. In Europa lassen sich süsse Orangen nicht vor dem 15. Jahrhundert nachweisen. Erst ab ca. 15. Jahrhundert, nach der Entdeckung des Seeweges nach Indien durch die Portugiesen, kamen bessere und süssere Sorten nach Europa.
Italien und Spanien sind die führenden europäischen Produzenten. Auf Grund der Vielzahl der Sorten und der Anbauländer sind Orangen praktisch ganzjährig verfügbar.
Orangen werden in Bitterorangen (Pomeranzen) und
vier Gruppen von süssen Orangensorten unterteilt:
- die Blondorangen (auch Rundorangen)
- die Navelorangen (auch Nabelorangen)
- die pigmentierten Orangen (Blut- und Halbblutorangen)
- die säurefreien Orangen
Die meisten Orangen werden zu Orangensaft bzw. zu Orangensaftkonzentrat verarbeitet. Auch frische Orangen werden gehandelt. Aus Bitterorangen wird Orangeat und die englische Bitter Orange Marmelade hergestellt. Schalen und Saft der Bitterorange werden ausserdem für die Herstellung des Likörs Curacao und der italienischen Bitterorangenlimonade Chinotto benötigt.
Sowohl aus süssen Orangen und Bitterorangen werden verschiedene Duft- und Aromastoffe gewonnen, die zur Herstellung von Parfum verwendet werden. Zur Duftgewinnung werden dabei hauptsächlich die Schalen aber auch die Blüten von Orangen verwendet.
Darüber hinaus sind getrocknete Orangenschalen und Orangenblüten Bestandteil vieler Tee-Mischungen. Orangenscheiben, Blüten und Schalen werden als Dekoration von Speisen und Getränken verwendet. Hauchdünne Streifen von Orangenschalen (Orangenzesten) werden zur Aromatisierung von Cremes, Speiseeis, Kuchen, Torten, Puddings und anderen Süssspeisen verwendet. Saft und Schale von Orangen werden aber auch zur Zubereitung von herzhaften Gerichten verwendet, besonders bei Wild und Wildgeflügel.
Wichtig zu beachten beim Einkauf:
Ist die Frucht groß und leicht, hat sie meist eine dicke Schale und wenig Fruchtfleisch und Saft. Nehmen Sie lieber kleine Früchte, die schwer sind. Drücken Sie leicht auf die Schale. Gibt sie etwas nach ist die Frucht genau richtig. Wenn sie zu sehr nachgibt ist die Frucht meist schon überreif und schmeckt nicht mehr.
Lagerung:
Orangen sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort trocknen sie zu schnell aus. Die Früchte sollten auch nicht übereinander gelegt werden, denn so bekommen sie weiche Stellen. Orangen lassen sich bei geeigneter Lagerung eine bis vier Wochen halten (je nach Reife und Schalendicke).
