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Monatstipp Februar 2012

Granatäpfel


Der Granatapfel – die paradiesische Frucht

Der im Orient beheimatete Granatapfel ist eine wichtige Pflanze in der Geschichte der menschlichen Ernährung. Die Schönheitsgöttin Aphrodite, Symbol der Fruchtbarkeit und ewigen Jugend, wird meist mit einem Granatapfel in der Hand gezeigt. Die Frucht wurde im traditionellen Heilwesen bereits bei den alten Griechen und Aegyptern zur Behandlung von Durchblutungsstörungen empfohlen. Ebenso fand er seine Anwendung zur „Stärkung der Manneskraft“ und wurde Liebeselixieren beigemischt. Granatapfelrinde wird traditionell als Entwurmungsmittel gegen Darmparasiten genutzt. Die Fruchtschalen oder das Fruchtfleisch waren und sind heute noch gängige Mittel bei verdorbenem Magen und Durchfall. Heute werden die im Granatapfelsaat-Oel enthaltenen wertvollen sekundären Pflanzeninhaltsstoffe (Phytoöstrogene) unter anderem für den positiven Einfluss bei Wechseljahrbeschwerden verantwortlich gemacht.

Aussergewöhnliche Pflanze reich an wertvollen Inhaltsstoffen:
Der Granatapfel oder Grenadine (Punica granatum) gehört zur Familie der Weiderichgewächse. Der Laub abwerfende Strauch wird bis zu fünf Meter hoch. An der Spitze trägt er stumpfe, zirka 10 cm lange, glänzende Blätter. Im Frühjahr und Sommer spriessen an den Zweigen grosse, trichterförmige, achtzählige, orangerote Blüten, gefolgt von den apfelähnlichen, anfangs grünen, später orangeroten Früchten. Der Granatapfel der in Wirklichkeit eine Scheinfrucht ist, hat einen Durchmesser von bis zu 8 cm und ist durchzogen von vielen Wänden. Dadurch entstehen Kammern, in denen sich zahllose bis zu 3 mm grosse kantige Samen befinden, die von geleeartigem, saftigem, tiefrotem bis blassrosa Fruchtfleisch umgeben sind.

Die Fruchtschalen enthalten grosse Mengen (bis zu 28 %) an Ellagitannien. Der Granatapfel selbst ist reich an Kalium und enthält unter anderem Vitamin C, Kalzium und Eisen. Wertvolle steroidale Phytoöstrogene, Bioflavonoide und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (v.a. Gamma-Linolensäure) kommen im Granatapfel-Oel vor. Die Granatapfelrinde enthält Alkaloide (v.a. Pelletierin), Gerbstoffe, Stärke und Harz.

Wohlbefinden und Lebensqualität in den Wechseljahren:
Aus den Kernen der reifen Früchte kann ein einzigartiges Oel gewonnen werden, welches reich an bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffen ist. Die im Granatapfelsaat-Oel vorkommenden Phytoöstrogene nehmen – von ihrer Struktur her – eine Sonderstellung ein. Die charakteristischen Inhaltsstoffe zeigen ein Steroidgerüst, welches den körpereigenen Oestrogenen stark ähnelt. Die Phase der Wechseljahre ist bekanntlich durch einen dauerhaften Rückgang der Hormonproduktion geprägt. Der Oestrogenspiegel sinkt langsam ab. Als Folge davon können sich unangenehme Begleiterscheinungen bemerkbar machen. Die Einnahme von Granatapfelsaat-Oel – welches reich an Phytoöstrogenen ist – kann daher typische Wechseljahrbeschwerden wie zum Beispiel Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Nervösität, trockene Haut und Schleimhäute, Haarausfall und mangelnde Libido auf natürliche und sanfte Art lindern.

Weitreichende Wirkeffekte:
Weiter liegen Hinweise auf eine zellschützende Wirkung des Oels vor. Für die mögliche protektive Wirkung spielen neben den Phytoöstrogenen die ebenfalls vorhandenen Antioxidantien eine erhebliche Rolle. Die im Granatapfel vorkommenden Bioflavonoide hemmen die Fettoxidation (Cholesterin) und wirken den Ablagerungen in den Gefässen entgegen. Schliesslich schützen die im Granatapfelsaat-Oel vorkommenden Polyphenole auch die oxidationsempfindlichen Nervenzellen vor dem Angriff durch freie Radikale.

Insgesamt liefert das Granatapfel-Oel wertvolle bioaktive Pflanzeninhaltsstoffe, die den Hormonhaushalt während der Wechseljahre ausbalancieren und darüber hinaus weitere positive Wirkeffekte hinsichtlich des Gefäss-, Nervenzell- und Hautschutzes aufweisen können.