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Monatstipp Juni 2011

Erdbeeren


Erdbeeren werden heute nahezu weltweit angebaut und sind eines der beliebtesten Beeren im Sommer.

Wissenswertes
Rund 20 verschiedene Sorten gibt es und streng genommen ist die Erdbeere aus botanischer Sicht keine Beere, sondern zählt zu der Familie der Rosengewächse. Die meisten Sorten werden auf der Nordhalbkugel angebaut. Bei uns haben die Früchte zwischen Mai und Juli Saison. Erdbeeren benötigen einen vollsonnigen und windgeschützten Standort sowie einen humus- und nährstoffreichen Boden.

Die großfruchtige Gartenerdbeere, wie wir sie heute kennen, entstand im 18. Jahrhundert aus Kreuzungen zwischen der kleinen Scharlacherdbeere und der großen Chili-Erdbeere. Schon lange Zeit vorher kannte und schätzte man bereits die aromatische kleine Schwester, die Walderdbeere.

Durch zahlreiche Neuzüchtungen gibt es sehr viele verschiedene Sorten der Gartenerdbeere. Je nach Sorte sind Erdbeeren hell- bis dunkelrot gefärbt und rundlich, oval bis spitz geformt. Pflückreif sind die Erdbeeren, wenn mehr als zwei Drittel der Fruchtoberfläche rot gefärbt ist.

Herkunft
Erdbeeren werden heute nahezu weltweit angebaut. Durch inländischen Anbau und Importe aus dem Ausland sind die aromatischen Früchte mittlerweile bei uns ganzjährig im Handel erhältlich. Hauptlieferländer sind Spanien, Italien, Polen, Belgien, Holland und Marokko. Händler sind aufgrund Qualitätsanforderungen verpflichtet, neben der Güteklasse auch die Herkunft der Erdbeeren zu kennzeichnen und bestimmte Mindesteigenschaften der Früchte zu garantieren.

Eine gesunde Frucht
Außer dem guten Geschmack haben Erdbeeren noch weitere Vorzüge:
100 g Erdbeeren enthalten nur 32 kcal (134 kJ) und 0,4 g Fett.
Deshalb genießt die Erdbeere einen guten Ruf als Schlankmacher. Sie ist außerdem reich an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen (Zink, Kupfer und Mangan).

Die Beere ist vor allem eine wahre Vitamin C-Bombe, mit 62 mg pro 100 g Erdbeeren enthält die Frucht sogar mehr Vitamin C als Orangen und Zitronen. Mit weniger als einer kleinen Schale ist bereits der Tagesbedarf gedeckt. Daneben liefert sie auch beträchtliche Mengen Vitamin K, Folsäure (65 Mikrogramm pro 100 g), Biotin und Pantothensäure.

Die Erdbeere ist ein guter Lieferant für Eisen, sie gilt deshalb als förderlich bei Blutarmut. Der relativ hohe Ballaststoffgehalt (1,6 g pro 100 g) fördert die Verdauung, daneben entwässert und entschlackt sie den Körper.

Frische Erdbeeren enthalten wichtige sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoiden, Pektinen und Flavonoiden. Diese Polyphenole können vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen, Krankheitskeime abtöten und wirken entzündungshemmend.

Trotz den wertvollen Inhaltsstoffen und dem leckeren Geschmack reagieren immer mehr Menschen allergisch auf Erdbeeren. Jedoch sind meist keine Antikörper nachweisbar. Bestimmte Inhaltsstoffe führen vermutlich zu einer vermehrten Histaminfreisetzung im Körper und täuschen damit allergische Reaktionen vor. Abhilfe schafft am besten ein Verzicht auf die Früchte.

Lagerung und Zubereitung:
Erdbeeren sind äußerst druckempfindlich und deshalb leicht verderblich. Beim Kauf sollte man sie deshalb unbedingt auf Druckstellen untersuchen. Außerdem dürfen sie nicht überreif sein. Die Früchte sollten am besten direkt verzehrt werden. Andernfalls nur zwei Tage abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Bei der Zubereitung sollten die Früchte nicht unter fließendem Wasser abgespült werden. Besser in stehendem Wasser kurz und vorsichtig waschen und auf einem Sieb oder auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Stiele mit den Blättern sollten nach dem Waschen entfernt werden, damit das besondere Aroma nicht verloren geht. Vorher sollten beschädigte Früchte entfernt werden, da diese sehr schnell Schimmel ansetzen. Vorsicht auch bei dunklen, weichen Stellen. Am besten solche Erdbeeren nicht mehr verzehren.